KLOPP verliert mit 2:9 gegen Griechenland!

Bastian Schweinsteiger attestiert dem deutschen Fußball unmittelbar nach Abpfiff nur noch Mittelmaß zu sein, und wer den Kick von Augsburg gesehen hat, findet für diesen Befund wenig Widerspruch. Der neue Fußball-Rettungssanitäter Jürgen Klopp setzte auf einen extrem hohen Anteil migrantischer Hoffnungsträger. Neben Kapitän Joshua Kimmich stand mit Torwart Alexander Nübel nur noch ein zweiter Nichtmigrant zu den Klängen der deutschen Nationalhymne auf dem Rasen. Würde es sich bei dieser Konstellation um internationale Elitekicker handeln, wäre sie zwar immernoch befremdlich, bliebe aber verständlich. Doch die Mannschaft ließ Kampfgeist, Zielorientierung und den bedingungslosen Willen zum Erfolg ebenso vermissen wie zuletzt bei allen großen Turnieren.
Die Herkunft der deutschen Spieler ist dabei durchaus ein Thema:. Nathaniel Brown besitzt die deutsche und die US-amerikanische Staatsangehörigkeit. Jonathan Tah hat einen Vater von der Elfenbeinküste und eine deutsche Mutter. Yann Aurel Bisseck entstammt einer Familie aus Kamerun. Josha Vagnoman hat einen ivorischen Vater, seine Mutter verfügt über deutsche und mauretanische Wurzeln. Felix Nmecha hat einen nigerianischen Vater und eine deutsche Mutter. Bambasé Conté ist Deutsch-Guineer, sein Vater stammt aus Guinea, seine Mutter aus Deutschland. Kevin Schade hat den deutschen und den nigerianischen Pass. Younes Ebnoutalib ist marokkanischer Herkunft. Karim Adeyemi schließlich hat einen nigerianischen Vater und eine rumänische Mutter.
Die Aufstellung als Botschaft
Jürgen Klopp wählte diese Startelf bewusst. Der Bundestrainer setzt auf migrantische Hoffnungsträger in einer Dichte, die das Bild der Mannschaft prägt. Eine Nationalmannschaft repräsentiert Deutschland, und wer so nominiert, trifft eine sportliche und eine gesellschaftliche Entscheidung in einem. Die Hymne erklingt für das Land, das Personal auf dem Rasen verrät, wen der Trainer als Wegbereiter der neuen Ära betrachtet. Es ist die Entscheidung des trainers, der sich eindeutig positioniert und die deutsche Fahne, den falschen wegnehmen will, wie er jüngst klar postulierte. Er wäre auch derjenige, der klare Signale an wirklich alle deutschen Spieler senden sollte und nicht nur an diejenigen die sich gut im Diversity-Werbeblock des DFB machen.
Schweinsteiger benennt das Mittelmaß
Schweinsteiger, Weltmeister mit 121 Länderspielen, diagnostiziert eine Nationalmannschaft im Mittelmaß. Es fehlen die Spieler, die eine Partie im Alleingang entscheiden. Mittelmaß und diese personelle Linie gehören zusammen, denn allein die Leistung rechtfertigt eine Nominierung. Bleibt sie aus, tritt die Herkunftsstruktur der Elf als bewusste Auswahl umso deutlicher hervor. Der Weltmeister beschreibt den sportlichen Stand, die Aufstellung offenbart das Personal, mit dem Klopp diesen Stand verändern will.
Klopp, der Meister der Beschwichtigung
Der Bundestrainer antwortet mit der Merzschen Spezialdisziplin: schönreden, beschwichtigen, „auf den Weg“ bringen. Sein Fazit lautete: „Alles war top (im Trainingslager) außer dem Spiel.“ Dazu erklärt er seinen Trainingsplan für „alternativlos“, eine Vokabel aus dem Arsenal der Merkel-Jahre. Diese Rhetorik schirmt die personelle Linie ab. Erst bietet Klopp die Hoffnungsträger auf, dann adelt er das Resultat zur Etappe eines Prozesses. Wer so bedingungslos aufstellt, schuldet eine Leistung, die diese Personalentscheidung rechtfertigt.
Das Glück im Tor
Wie gut, dass im Tor rotiert wurde. Alexander Nübel erhielt den Vorzug vor Kloppos neuem Liebling André ter Stegen, der niederländische Wurzeln hat. Andernfalls hätte Kapitän Kimmich mutterseelenallein als deutscher Nichtmigrant unter den Klängen von „Einigkeit und Recht und Freiheit“ auf dem Platz gestanden. Dieses Bild trifft den Kern der Sache. Wer fast die gesamte Startelf aus Spielern mit doppelter Herkunft formt und das Ergebnis anschließend als alternativlosen Weg verkauft, legt den Maßstab selbst fest: Leistung für das Land, dessen Hymne erklingt ist dann verpflichtend, auch im Gedenken an solche deutschen Idole, wie Helmut Rahn, Fritz Walter, Uwe Seeler, Franz Beckenbauer oder eben Bastian Schweinsteiger.
Griechenland und die Arithmetik des Nachwuchses
Das es geht zeigt Griechenland: Unser Gegner gilt hierzulande gern als Fußballzwerg, dabei spricht das Reservoir zuerst für Deutschland. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts kicken rund 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche in deutschen Vereinen. Der griechische Verband führt im Register rund 121.000 gemeldete Spielerinnen und Spieler aller Altersstufen. Auf 20 deutsche Nachwuchskicker im Verein entfällt demnach grob ein griechischer Aktiver insgesamt.
Dennoch begann Griechenland in Augsburg mit zehn Spielern ohne Migrationshintergrund. Einziger Akteur mit afrikanischen Wurzeln in der Anfangsformation war Andreas Tetteh, mit einer Mutter aus Sierra Leone und einem Vater aus Ghana. Trainer Ivan Jovanović nahm ihn später vom Feld.
0:1 ist mehr als das Ergebnis eines Fußballspiels, es ist ein Offenbarungseid. Dieser vermeintliche Zwerg hat Deutschland in Deutschland eine schallende Niederlage bereitet. Für alle, die auf einen Neuaufbau der Nationalmannschaft gehofft hatten, muss sich das wie eine Ohrfeige angefühlt haben. Der Weg führt über Willen, Zuordnung und ein klares eigenes Gerüst, und genau das haben die Griechen auf den Rasen gebracht.
Wer das deutsche Trikot überstreift, schuldet dem Publikum den Willen, der zum Sieg gehört. Schönreden ist da überflüssig. Da halte ich es eher mit dem ehemaligen deutschen Weltmeister-Trainer Helmut Schön (1974): „Da gehe ich mit Ihnen ganz chloroform.“
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