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Lahn-Dill mit dem größten Defizit aller hessischen Landkreise

28. September 2026 // Geschrieben von Redaktion
Rubrikbild Der Tag in der Region: Abendhimmel über einer Stadtsilhouette am Fluss mit Kirche, Burg und Fernsehturm, dazu das Fingerklopfer-Logo

Der Tag in der Region · Montag, 28. September 2026

Kein hessischer Landkreis plant für 2026 ein so großes Defizit wie der Lahn-Dill-Kreis. Limburg-Weilburg ist der einzige ohne, weil er die Umlage seiner Gemeinden erhöht. Das geht aus einer Antwort des Innenministers an den Landtag hervor. Außerdem: Die Jungwölfe im Lahn-Dill-Kreis dürfen geschossen werden, Löhnberg liegt bei der Grundsteuer am weitesten über der Landesempfehlung, und die FDP fragt nach dem Löhnberg-Bericht.

49,99 Millionen Euro Fehlbedarf

Für 2026 weist der Lahn-Dill-Kreis im Ergebnishaushalt einen Fehlbedarf von 49,99 Millionen Euro aus. Das ist der höchste Wert aller 21 hessischen Landkreise; an zweiter Stelle steht der Rheingau-Taunus-Kreis mit 24,90 Millionen. Auch die Lücke im Finanzhaushalt ist mit 62,1 Millionen Euro die größte. Das geht aus der Antwort von Innenminister Roman Poseck auf eine Kleine Anfrage der FDP hervor. Ein Genehmigungsdatum nennt die Übersicht für Lahn-Dill nicht; auf der Haushaltsseite des Kreises steht der Haushalt 2026 als beschlossen am 8. Dezember 2025. Limburg-Weilburg ist der einzige Kreis ohne Fehlbedarf und ohne Lücke, genehmigt am 4. Februar. Den Ausgleich erreicht er über die Kreisumlage: Der Hebesatz steigt 2026 um 1,55 und 2027 um weitere 1,40 Prozentpunkte. In der Anhörung meldete sich von 19 Gemeinden nur Villmar und bat, die zweite Erhöhung moderater zu gestalten. Der Lahn-Dill-Kreis rechnet nach seinem Zwischenbericht damit, dass das Defizit um bis zu 16 Millionen Euro kleiner ausfällt. Landrat Carsten Braun sagt, keiner Kommune im Kreis gelinge es mehr, den Haushalt 2026 auszugleichen.

Jungwölfe dürfen geschossen werden

Neu zu unserem Bericht vom 31. August: Das Eilverfahren ist entschieden. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat die Beschwerden dreier Naturschutzverbände zurückgewiesen; die Beschlüsse sind unanfechtbar. Damit gilt die Allgemeinverfügung des Regierungspräsidiums Kassel vom 30. Juni, die bis zur Entscheidung außer Vollzug gesetzt war. Sie erlaubt die Entnahme von vier jungen Wölfen aus dem Greifensteiner Rudel, gejagt werden darf nur im Lahn-Dill-Kreis. Weil zwei Jungwölfe des Rudels schon tot aufgefunden und angerechnet wurden, bleiben nach Angaben der Landesregierung zwei Tiere. Ob der Wolf in Hessen in einem günstigen Erhaltungszustand ist, durfte das Regierungspräsidium nach dem FFH-Bericht 2025 beurteilen. Die Beschränkung auf Lahn-Dill begründet der Senat mit Nutztierrissen, die auf das Greifensteiner Rudel zurückgehen. Geklagt hatten die Naturschutzinitiative, der BUND und die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe, wie die hessenschau berichtet.

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Löhnberg: 700 Prozent Grundsteuer, empfohlen waren 304

Im ersten Quartal 2026 lag der Hebesatz der Grundsteuer B in Löhnberg bei 700 Prozent. Das Land hatte der Gemeinde 304 Prozent empfohlen, einen Satz, mit dem die Grundsteuerreform kein Mehraufkommen bringen sollte. Das zeigt eine Übersicht aller hessischen Gemeinden, die das Finanzministerium einer Anfrage der Grünen beigefügt hat. Kein Ort in Limburg-Weilburg und Lahn-Dill liegt so weit über der Empfehlung. Es folgen Schöffengrund (650 statt 326), Selters (543 statt 330), Brechen (450 statt 240) und Siegbach (420 statt 249). Von den 42 Gemeinden beider Kreise liegt nur Weilburg darunter (370 statt 395), Bad Camberg trifft sie genau. Hessenweit liegen 353 Kommunen über der Empfehlung. Der Finanzminister rät, zur Bewertung auch das Grundsteueraufkommen je Einwohner heranzuziehen, weil sich die Messbeträge mit der Reform verändert haben.

Die FDP fragt nach dem Löhnberg-Bericht

Nach ihren zehn Fragen zur Sparkassenaufsicht vom 10. September hat die FDP-Abgeordnete Marion Schardt-Sauer eine zweite Anfrage zu Löhnberg gestellt: Sie will wissen, was im Abschlussbericht des Staatsbeauftragten steht. In einer Kleinen Anfrage fragt sie unter anderem, wann der Bericht fertig war, was er über die Ursachen der Finanzlage und über das Verhältnis zur Kommunalaufsicht sagt und welche Schlüsse das Land daraus gezogen hat. Außerdem will sie wissen, auf welche Rechtsgründe das Innenministerium die Nichtveröffentlichung stützt und warum eine teilweise geschwärzte Fassung nicht in Betracht komme. Der Staatsbeauftragte war von Oktober 2024 bis März 2025 in Löhnberg eingesetzt.

Kurz gemeldet

  • Störung im Landesnetz: Die Kreisverwaltungen in Bad Ems und Montabaur melden erhebliche Einschränkungen durch eine Störung im landesweiten Netz, unter anderem bei der Kfz-Zulassung und der Waffenbehörde. Ob sie behoben ist, teilten beide bis zum Abend nicht mit.
  • Diebe auf Friedhöfen: In Fussingen und Lahr wurden ein bronzenes Grabkreuz und eine Grabfigur gestohlen, in Meudt-Dahlen Grabschmuck von mehreren Gräbern.
  • Pegel Kaub: Nach einem Wert von 2 Zentimetern am Morgen zeigte Pegelonline um 17:15 Uhr wieder 0 Zentimeter (Rohdaten).

Termine

  • Montag, 28. September, 18 und 19 Uhr — Schul- und Umweltausschuss im Kreishaus Limburg, unter anderem zum Abfallwirtschaftskonzept.
  • Donnerstag, 1. Oktober — Der Tankrabatt tritt in Kraft.
  • Montag, 5. Oktober, bis Freitag, 16. Oktober — Sperrung der K 412 in Drommershausen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion.