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Bestnote für den Aartalsee trotz schlechtem chemischen Zustand

31. August 2026 // Geschrieben von Redaktion

Der Tag in der Region · Montag, 31. August 2026

Der Aartalsee bei Bischoffen trägt die Bestnote für Badegewässer und gilt zugleich chemisch als „nicht gut". Gemessen wird an ihm nicht, und eine Pflicht, Badegäste darüber zu unterrichten, gibt es nach Auskunft der Landesregierung nicht. Im Westerwaldkreis hat Klaus Lütkefedder die Stichwahl um das Landratsamt gewonnen.

Fünf Badegewässer chemisch belastet — gemessen wird dort nicht

Fünf hessische Badegewässer werden hinsichtlich ihres chemischen Zustands bewertet, und bei allen fünf gilt er wegen Quecksilber und bromierter Diphenylether als „nicht gut". Das schreibt das Landwirtschafts- und Umweltministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Maximilian Müger. Eines dieser Gewässer ist der Aartalsee bei Bischoffen im Lahn-Dill-Kreis, den das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie zugleich mit der Bestnote „ausgezeichnet" führt.

Gemessen werden die beiden Stoffe an den Badegewässern selbst nicht. Das ist nach der Oberflächengewässerverordnung zulässig, weil sie als ubiquitär verbreitet gelten und stichprobenartig überwacht werden dürfen; von einer Überschreitung wird deshalb auch ohne Messung ausgegangen. Auf die Frage nach den zuletzt am Aartalsee ermittelten Konzentrationen verweist das Ministerium auf ebendiese Antwort — Werte nennt es nicht.

Die Grenzwerte dienten nicht dem Schutz badender Menschen, sondern dem der Gewässerorganismen, schreibt das Ministerium weiter; aus einer Überschreitung lasse sich keine unmittelbare Gefahr für Badende ableiten. Auf die Frage, welche Rechtsvorschrift die Behörden verpflichte, Badegäste über den chemischen Zustand zu unterrichten, lautet die Antwort in einem Wort: „Keine." Aufgefallen war der Widerspruch einer Recherche der Wetzlarer Neuen Zeitung mit Correctiv.Europe vom 11. Juli.

Lütkefedder gewinnt die Stichwahl im Westerwaldkreis

Klaus Lütkefedder (CDU) hat die Stichwahl um das Landratsamt im Westerwaldkreis mit 60,6 Prozent der abgegebenen Stimmen gewonnen. Seine Mitbewerberin war Tanja Machalet (SPD). Die Wahlbeteiligung lag bei 31,0 Prozent. Es handelt sich um das vorläufige Endergebnis; der Kreiswahlausschuss stellt das endgültige Ergebnis am Mittwoch, dem 2. September, um 17 Uhr fest. Kreiswahlleiterin Gabriele Wieland gratulierte dem Gewählten noch am Wahlabend.

4.295 Haushalte in Westerwald und Rhein-Lahn beziehen Wohngeld

Im Westerwaldkreis bezogen zum Stichtag 31. Dezember 2025 genau 2.460 Haushalte Wohngeld, im Rhein-Lahn-Kreis 1.835. Landesweit waren es 21.310 Haushalte. Die Zahlen stehen in der Antwort des Ministeriums für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Claudia von Bohr (AfD). In 5.445 Haushalten leben Alleinerziehende mit bis zu drei Kindern unter 18 Jahren; zu Alleinerziehenden mit mehr als drei Kindern liegen der Landesregierung keine Daten vor.

Anlass der Anfrage sind geplante Kürzungen beim Wohngeld. Die Landesregierung erwartet vom Bund, dass er deren Auswirkungen transparent darstellt und Härten berücksichtigt; einzelne Haushaltstypen wie Alleinerziehende und Rentnerhaushalte sollten nicht unangemessen belastet werden.

Unterrichtsausfall an rheinland-pfälzischen Schulen bei 1,8 Prozent

An den Schulen, die am Programm „Personalmanagement im Rahmen Erweiterter Selbstständigkeit von Schulen" teilnehmen, fiel im ersten Halbjahr des Schuljahres 2025/2026 nach Abzug aller Vertretungen 1,8 Prozent des planmäßigen Unterrichts aus. Das berichtet das Bildungsministerium dem Landtag. An den Schulen außerhalb des Programms wurde in der Woche vom 16. bis 20. März 2026 erhoben; von diesen 391 Schulen sind 310 Grundschulen. Vergleicht man nur die Grundschulen, liegt der verbleibende Ausfall dort bei 0,7 Prozent gegenüber 0,3 Prozent an den Programmschulen. Grundlage des Berichts ist ein Landtagsbeschluss aus dem Jahr 2007.

Gericht stoppt die Wolfsentnahme im Lahn-Dill-Kreis

Die Obere Jagdbehörde beim Regierungspräsidium Kassel hat mit Allgemeinverfügung vom 30. Juni für das Jagdjahr 2026/2027 zunächst die Entnahme von vier jungen Wölfen im Territorium des Greifensteiner Rudels im Lahn-Dill-Kreis festgelegt. Weil im laufenden Monitoringjahr bereits zwei Jungwölfe dieses Rudels tot aufgefunden und angerechnet wurden, sank die zulässige Entnahme auf zwei Tiere. Vollzogen wird sie vorerst nicht: Die Verfügung ist wegen eines gerichtlichen Eilverfahrens außer Vollzug gesetzt, bis eine Entscheidung vorliegt. Das schreibt das Landwirtschafts- und Umweltministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage. Angerechnet werden alle erlegten oder tot aufgefundenen Jungwölfe eines Jagdjahres; die Landesregierung nennt das einen vorsorgenden Ansatz. Der hessische Wolfsmanagementplan vom 30. Juni begrenzt die Entnahme auf 40 Prozent der für einen Jahrgang prognostizierten Jungwölfe.

Felssturz an der Loreley, B42 voll gesperrt

Am Montagmorgen gegen 8 Uhr sind am Loreleyfelsen mehrere Steinbrocken auf die B42 gefallen. Verletzt wurde niemand, Fahrzeuge wurden nach Angaben der Polizeidirektion Montabaur nicht beschädigt. Die Bundesstraße zwischen St. Goarshausen und Kaub ist wegen der Sicherungsmaßnahmen bis auf Weiteres voll gesperrt; wie lange die Sperrung dauert, teilte die Polizei nicht mit.

Termine

  • Mittwoch, 23. September, nachmittags — Die Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises in Bad Ems bleibt geschlossen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion.

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