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Zahl der Toten nach der Sturzflut im Himalaya steigt auf mehr als 470

28. August 2026 // Geschrieben von Redaktion

Die Lage am Morgen · Freitag, 28. August 2026

Die Zahl der Toten nach der Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet hat sich binnen eines Tages fast verdreifacht; in Tibet musste die Bergung am Morgen wegen eines aufgestauten Sees unterbrochen werden. In Berlin liegt dem Bundestag die Zahl vor, um die Deutschland seine europäische Emissionszuweisung für 2025 überschritten hat, und in Erfurt stimmt der Landtag heute über die Abwahl des Ministerpräsidenten ab.

Nepals Polizei zählt 469 geborgene Tote

Neu zum Bericht vom 27. August, in dem 162 geborgene Tote standen: In Nepal haben die Rettungskräfte nach Polizeiangaben inzwischen 469 Leichen geborgen, auf tibetischer Seite bleibt es bei drei. Die nepalesischen Behörden geben die Zahl der Vermissten mit 910 an, die chinesischen mit 558 in Tibet, darunter 260 Ausländer. Im Zentrum des tibetischen Katastrophengebiets wurde die Bergung am Freitagmorgen unterbrochen: Ein See, der sich hinter Schlamm und Geröll aufgestaut hat, tritt nach Angaben des Staatssenders CCTV über die Ufer; die Rettungsteams wurden angewiesen, sich einen Kilometer zurückzuziehen. Die US-Erdbebenwarte USGS hat ihre erste Annahme zurückgezogen, ein Beben der Stärke 5,2 sei die Ursache gewesen — zusätzliche Auswertungen sprächen dafür, dass die seismische Energie von einem Gletscherabbruch und dem folgenden Schuttstrom stammt.

Thüringens Landtag stimmt heute über die Abwahl des Ministerpräsidenten ab

Der Thüringer Landtag entscheidet heute über einen Antrag der AfD-Fraktion, Ministerpräsident Mario Voigt abzuberufen und den Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke an seiner Stelle zu wählen. Begründet hat die Fraktion den Antrag mit der Aberkennung von Voigts Doktortitel und seinem erfolglosen Widerspruch dagegen bei der TU Chemnitz. Nach Artikel 73 der Landesverfassung kann der Landtag dem Ministerpräsidenten das Misstrauen nur aussprechen, indem er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt; nötig sind deshalb 45 Stimmen. Die AfD-Fraktion hat 32 Sitze. Die Fraktionen von CDU, BSW, SPD und Linken haben erklärt, nicht zuzustimmen. Der Thüringer Landesverband der Partei wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.

Deutschland überschreitet die EU-Emissionszuweisung um 33,6 Millionen Tonnen

Deutschland hat 2025 in den Bereichen außerhalb des europäischen Emissionshandels rund 382,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente ausgestoßen und damit seine Zuweisung von 349,2 Millionen Tonnen um 33,6 Millionen Tonnen überschritten. Das steht in einer Unterrichtung der Bundesregierung, die das Bundesfinanzministerium dem Bundestag am 19. August nach Paragraf 7 Absatz 2 des Bundes-Klimaschutzgesetzes zugeleitet hat. 2024 hatte die Überschreitung 5,2 Millionen Tonnen betragen; 2021 bis 2023 lagen die Emissionen unter der Zuweisung. Die Zuweisung sinkt weiter, von 338,8 Millionen Tonnen in diesem Jahr auf 242,4 Millionen Tonnen im Jahr 2030. Was eine Überschreitung kostet, zeigt der bisher einzige Ankauf: Für die Vorgängerregelung erwarb der Bund 2022 rund 11,4 Millionen Zuweisungen von Bulgarien, Tschechien und Ungarn und wendete dafür 13,53 Millionen Euro einschließlich Umsatzsteuer auf. Die Zahlen für 2025 sind vorläufig; bestätigte Werte liegen nach Angaben der Bundesregierung erst gegen Ende 2027 vor.

Reallöhne liegen 1,5 Prozent über dem Vorjahresquartal

Die Nominallöhne lagen im zweiten Quartal 2026 um 4,1 Prozent über dem Vorjahresquartal, die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 2,5 Prozent. Daraus ergibt sich ein Reallohnplus von 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das Fünftel der Vollzeitbeschäftigten mit den geringsten Verdiensten kam auf 6,7 Prozent mehr, das Fünftel mit den höchsten auf 3,3 Prozent. Für die öffentliche Verwaltung veröffentlicht das Amt wegen methodischer Probleme bis auf Weiteres keine Werte.

Deutschland hält keine staatlichen Rohstoffvorräte

In Deutschland gibt es keine staatlichen, halbstaatlichen oder im staatlichen Auftrag gehaltenen Vorräte kritischer oder strategischer Rohstoffe. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion; dasselbe habe sie der Europäischen Kommission in einem Bericht nach dem Critical Raw Materials Act mitgeteilt. Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet nach eigenen Angaben an der europäischen Stockpiling-Initiative für eine koordinierte Bevorratung mit und leitet dort eine Arbeitsgruppe. Welche Rohstoffe im Blick sind, teilt es nicht mit: Der Stand der Beratungen sei nicht öffentlich. Der Rohstofffonds des Bundes beteiligt sich bislang an Rohstoffprojekten, eine Bevorratung fördert er nicht unmittelbar.

Hinweis aus der Türkei erreichte das BKA erst nach der Tat von Stade

Der Hinweis türkischer Behörden auf eine nationale Fahndung nach dem Tatverdächtigen der Gewalttat von Stade ging beim Bundeskriminalamt erst am 4. Juli 2026 ein, fünf Tage nach der Tat. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Übermittelt wurde der Hinweis auf dem Weg über Interpol; die Fahndung bestand demnach wegen des Verdachts zweier Sexualdelikte. Vor dem 29. Juni, dem Tag der Tat, hätten dem Bundeskriminalamt keine entsprechenden Informationen türkischer Behörden vorgelegen. Bei der Tat in einer Jugendhilfeeinrichtung wurden sechs Menschen getötet; der Tatverdächtige ist tot, ein Verfahren gegen ihn gibt es nicht.

EU-Kommission hält das deutsche Tierhaltungslogo für europarechtswidrig

Die Bundesregierung will ausländisches Fleisch in die verpflichtende Tierhaltungskennzeichnung einbeziehen. Die EU-Kommission hält das in einer auf den 11. August datierten Stellungnahme für nicht mit dem EU-Recht vereinbar; das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die Behörde sieht eine Einschränkung des freien Warenverkehrs: Der Gesetzentwurf erkenne ausländische Kennzeichnungssysteme nicht an, ausländische Erzeuger müssten deshalb die deutschen Anforderungen nachweisen — sonst würde ihr Fleisch mit der niedrigsten Stufe „mindestens Stall" gekennzeichnet. Setzt Deutschland die Pläne unverändert um, droht nach Darstellung der Kommission ein Verfahren. Das Bundesagrarministerium teilte mit, es prüfe die Stellungnahme. Der Start der Kennzeichnung für Schweinefleisch ist bereits auf Anfang 2027 verschoben.

Zwei Tote an einer Schule in Brandenburg

An einer Schule in Gosen-Neu Zittau im Landkreis Oder-Spree sind am Donnerstag gegen 13.45 Uhr zwei Menschen getötet worden. Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen von einer Beziehungstat aus, nicht von einer Amoktat. Die Polizei nahm einen 19-Jährigen vorläufig fest, der als dringend tatverdächtig gilt.

Ratko Mladić mit 83 Jahren gestorben

Der frühere Befehlshaber der bosnisch-serbischen Streitkräfte ist am Donnerstag in einem Krankenhaus in Den Haag gestorben. Das teilte der UN-Restmechanismus für die internationalen Strafgerichte mit. Mladić war 2017 wegen Völkermords, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt worden; die Berufungskammer bestätigte das Urteil 2021. Die Präsidentin des Mechanismus hat eine vollständige Untersuchung der Todesumstände angeordnet.


Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion.

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