22. Juli 2026
Es gab eine Zeit, in der die FDP für viele Bürger wieder Hoffnung verkörperte. Nach Jahren der Bedeutungslosigkeit schien sie ihren politischen Kompass wiedergefunden zu haben. Als Christian Lindner im Jahr 2017 die Jamaika-Verhandlungen mit CDU, CSU und Grünen platzen ließ und den Satz prägte: „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren“, gewann die Partei weit über das liberale Lager hinaus Respekt. Für viele Wähler war dies der Beweis, dass politische Überzeugungen wichtiger sein können als Ministerämter.
Die FDP erschien damals als die einzige Partei, die konsequent für wirtschaftliche Vernunft, Eigenverantwortung, Bürokratieabbau, niedrige Steuern, Digitalisierung und Bürgerrechte eintrat. Unternehmer, Selbstständige und viele bürgerliche Wähler sahen in ihr wieder die liberale Kraft, die Deutschland dringend benötigte.
Heute, nur wenige Jahre später, stellen sich eine völlig andere Fragen.