04. September 2026
Ben Berndt hat etwas getan, das eigentlich zum selbstverständlichen Kern einer freien Öffentlichkeit gehören sollte: Er hat mit jemandem gesprochen. In diesem Fall mit Sergej J. Netschajew, dem Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland. Dass ein solches Gespräch im Jahr 2026 dennoch Mut verlangt, sagt weniger über den Podcaster aus als über das politische und mediale Klima. Denn Berndt weiß spätestens seit seinem Höcke-Interview, dass die Wahl eines Gesprächspartners heute Boykottaufrufe, Behördenpost und erhebliche öffentliche Angriffe nach sich ziehen kann. Und die Fälle Thomas Röper und Jacques Baud zeigen, dass der Konflikt um unerwünschte Russland-Narrative inzwischen sogar bis zu personenbezogenen EU-Sanktionen reicht.