41,3 Millionen Euro Fördergeld für vier Bauprojekte im Lahn-Dill-Kreis

Der Tag in der Region · Freitag, 4. September 2026
Der Kreistag des Lahn-Dill-Kreises hat festgelegt, wofür der Kreis 41,3 Millionen Euro aus dem Infrastrukturfonds von Bund und Ländern verwendet: für drei Schulbauten und für Wohnungen des Katastrophenschutzes. Das Gesamtvolumen der vier Maßnahmen liegt höher als die Förderung. In Waldsolms-Weiperfelden muss das Trinkwasser nach drei Wochen nicht mehr abgekocht werden.
Vier Vorhaben, 52,89 Millionen Euro Gesamtvolumen
Der Kreistag des Lahn-Dill-Kreises hat am 31. August beschlossen, die Zuwendungen nach dem Länder- und Kommunalinfrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) in Höhe von 41.320.082 Euro für vier Maßnahmen zu verwenden. Das geht aus der Beschlussvorlage VL-94/2026 hervor. Vorgesehen sind der Ersatzneubau einer Dreifeld-Sporthalle mit Tribüne an der Holderbergschule in Eibelshausen, der Neubau der Kirchbergschule und der Grundschule Merkenbach in Herborn, der Neubau einer Grundschule in Aßlar-Werdorf sowie der Neubau von Mikroappartements für den Katastrophenschutz. Das Gesamtvolumen der vier Maßnahmen beträgt 52.890.000 Euro — die Differenz von rund 11,6 Millionen Euro trägt der Kreis. Auf die Sporthalle entfallen kalkulierte Baukosten von 11,2 Millionen Euro, auf die beiden Herborner Schulen 22,04 Millionen. Zur Sporthalle vermerkt die Vorlage, deren Sanierung sei für die „Sportmilliarde" angemeldet, aber nicht in die Förderung aufgenommen worden.
Das Geld stammt aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. Hessen erhält daraus 7,4 Milliarden Euro; davon gehen 4,7 Milliarden an die Kommunen, rund 1,8 Milliarden an das Land, 950 Millionen sind für Krankenhäuser vorgesehen. Die Kommunen entscheiden frei, wofür sie ihren Anteil verwenden — zulässig sind acht Bereiche von Gesundheit und Pflege über Bildung und Digitales bis zum Bevölkerungsschutz. Förderfähig sind Maßnahmen, die ab dem 1. Januar 2025 begonnen wurden; der Förderzeitraum endet am 31. Dezember 2042. Grundlage ist das hessische Ausführungsgesetz, das der Landtag am 18. März 2026 beschlossen hat. Vor dem Kreistag hatten der Kreisausschuss am 24. Juni, der Bauausschuss am 24. August und der Haupt-, Finanz-, Wirtschafts- und Organisationsausschuss am 27. August zugestimmt.
Abkochgebot in Waldsolms-Weiperfelden aufgehoben
In Waldsolms-Weiperfelden im Lahn-Dill-Kreis muss das Trinkwasser nicht mehr abgekocht werden. Das Gebot hatte seit Mitte August gegolten, nachdem Keime festgestellt worden waren; nach Bericht der Welt hat der Kreis nun Entwarnung gegeben. Der Kreis führt die Meldung auf seiner Nachrichtenseite mit dem Stand vom 4. September, 2.29 Uhr; die dort hinterlegte Adresse ist derzeit nicht abrufbar.
Anträge für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen bis zum 18. September
Landwirtinnen und Landwirte im Westerwaldkreis können bis zum 18. September Förderanträge für den Vertragsnaturschutz Grünland und für den ökologischen Landbau stellen. Die Vertragslaufzeit beginnt am 1. Januar 2027 und endet am 31. Dezember 2029. Erstmals läuft die Antragstellung elektronisch über das Portal LEA des Landes Rheinland-Pfalz. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rhein-Nahe-Hunsrück erklärt das Verfahren am 10. und am 14. September jeweils um 19 Uhr online. Auskünfte erteilt auch die Kreisverwaltung.
Nachtfahrverbot für Mähroboter: Was im Antrag steht
Dem Kreistag des Lahn-Dill-Kreises lag am 31. August ein Antrag der Fraktion DIE LINKE vor, der ein nächtliches Betriebsverbot für Mähroboter im Kreisgebiet vorsah — zum Schutz von Igeln und anderen dämmerungs- und nachtaktiven Wildtieren. Nach dem Antrag A-8/2026 sollten die Geräte von 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang stillstehen; die Untere Naturschutzbehörde sollte prüfen, ob sie eine Allgemeinverfügung nach dem Vorbild des Landkreises Gießen erlassen kann. Wie der Kreistag entschieden hat, geht aus den öffentlich zugänglichen Unterlagen nicht hervor — anders als bei der Beschlussvorlage zum Infrastrukturfonds ist beim Fraktionsantrag kein Beratungsergebnis vermerkt. Die Niederschrift der Sitzung liegt noch nicht vor.
Vier Beschuldigte nach Raub in Bad Marienberg
Nach einem Raub am 13. Juni in Bad Marienberg hat die Polizei Hachenburg den Tatverdacht auf drei Jugendliche und eine erwachsene Frau eingegrenzt. Am 25. August wurden auf richterliche Anordnung Durchsuchungen vollstreckt und Beweismittel sowie Mobiltelefone sichergestellt. Zum jeweiligen Tatbeitrag sind nach Angaben der Polizei weitere Ermittlungen nötig. Hinweise auf weitere, bislang unbekannte Täter oder auf bandenmäßige Strukturen liegen nicht vor.
Zwei Gedenktafeln von einem Friedhof in Obershausen gestohlen
Vom Friedhof in Limburg-Obershausen sind zwei metallische Gedenktafeln gestohlen worden. Die Tat wurde am Donnerstag um 12 Uhr angezeigt; wann sie geschah, ist offen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und nimmt Hinweise unter 06431 91400 entgegen. In derselben Meldung berichtet die Polizei von einem Angriff auf einen 23-Jährigen am Donnerstagabend in der Limburger Hospitalstraße; die Täter flüchteten, auch dazu sucht die Kriminalpolizei Zeugen.
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