Mietpreisbremse für Beselich und Merenberg, nicht für Limburg

Der Tag in der Region · Donnerstag, 24. September 2026
Hessen will die Mietpreisbremse von 49 auf 71 Städte und Gemeinden ausweiten. Aus unserer Region kommen genau zwei hinzu: Beselich und Merenberg. Limburg, Weilburg und Wetzlar bleiben draußen. Das Gutachten, auf dem die Liste beruht, zeigt, woran das liegt. Außerdem: Die Polizei warnt vor falschen Heizöl-Händlern, und zum Kreistag Lahn-Dill ist dieselbe Vorlage zum dritten Mal in drei Tagen geändert worden.
Beselich erfüllt alle fünf Kriterien
Das Wirtschaftsministerium hat den Entwurf der neuen Mieterschutzverordnung heute in die Anhörung gegeben. Grundlage ist ein Gutachten des GEWOS-Instituts, das jede hessische Gemeinde an fünf Kriterien misst: Miethöhe oder Mietsteigerung, Mietbelastung, Wohnungsbau im Verhältnis zu neuen Haushalten, Leerstand und Wohnungsversorgung. Ab vier erfüllten Kriterien gilt ein Wohnungsmarkt als angespannt.
Beselich erfüllt alle fünf — als einzige Gemeinde in Limburg-Weilburg und im Lahn-Dill-Kreis. Merenberg erfüllt vier. Limburg kommt auf zwei, Wetzlar auf drei, Weilburg auf eines.
An der Miethöhe liegt der Unterschied nicht — Limburg ist teurer. Er liegt bei Mietbelastung und Leerstand. In Beselich und Merenberg geben Mieter 25,6 und 26,0 Prozent ihres Einkommens für die Miete aus, die Schwelle liegt bei 24,8. Der Leerstand liegt unter drei Prozent. In Limburg sind die Angebotsmieten mit 10,45 Euro je Quadratmeter zwar höher und steigen um 7,9 Prozent im Jahr — die Mietbelastung liegt aber bei 22,4 Prozent, der Leerstand bei 4,1.
Für Mieter in beiden Gemeinden heißt das: Bei Wiedervermietung darf die Miete höchstens zehn Prozent über der Vergleichsmiete liegen, Erhöhungen sind auf 15 statt 20 Prozent in drei Jahren begrenzt. Verabschiedet werden soll die Verordnung Mitte November.
Knapp daneben: drei von fünf
Unterhalb der Schwelle sieht das Gutachten in der Region etliche Gemeinden mit drei erfüllten Kriterien: im Lahn-Dill-Kreis Aßlar, Braunfels, Ehringshausen, Greifenstein, Hohenahr, Schöffengrund und Wetzlar, in Limburg-Weilburg Dornburg, Runkel und Selters. Die stärksten Mietsteigerungen misst es in Dornburg mit 12,1 Prozent im Jahr, in Driedorf mit 10,2, in Bischoffen mit 9,6 und in Leun mit 9,4 Prozent. Auch unterhalb der Schwelle, schreiben die Gutachter, ließen sich „zunehmende Anspannungstendenzen" erkennen. Die hessenschau erinnert daran, warum die Neufassung nötig ist: Das Amtsgericht Frankfurt hatte die Verlängerung der alten Verordnung im Juni für unwirksam gehalten.
Fingerklopfer-Newsletter abonnieren
Recherchen, Vor-Ort-Berichte und neue Artikel direkt per Mail: Mit unserem kostenlosen Newsletter verpasst ihr keine neuen Fingerklopfer-Beiträge.
NEWSLETTER ABONNIERENHeizöl bezahlt, nie geliefert
Eine 47-Jährige aus dem Lahn-Dill-Kreis hat bei einem Online-Anbieter Heizöl bestellt, telefonisch eine Anzahlung von 50 Prozent vereinbart — und nie etwas bekommen. Der angebliche Lieferant ist nicht mehr erreichbar, der Schaden liegt bei rund 1.000 Euro. Die Polizei warnt vor Angeboten weit unter dem Marktpreis, wie sie gerade bei hohen Ölpreisen im Netz zu finden sind. Sie rät, Preise mit etablierten Händlern zu vergleichen, Zahlungsarten mit Käuferschutz zu wählen und keine Vorkasse per Überweisung oder in Kryptowährung zu leisten. Bei Zeitdruck oder ungewöhnlich hohen Rabatten sei Vorsicht geboten; im Zweifel solle man nicht bestellen.
Kreistag Lahn-Dill: dieselbe Vorlage, dritte Änderung
Zur Sitzung des Kreistages am Montag ist Tagesordnungspunkt 5.2 erneut geändert worden. Zum Kommunalen Flexibilisierungsgesetz liegen nun Dokumente vom 22., 23. und 24. September vor, darunter eine aktualisierte Beschlussvorlage und eine neue „Zusammenstellung Vorschläge". Wir hatten gestern über die zweite Änderung berichtet. Auch der Antrag von CDU und SPD zum Klimaschutzmanagement ist heute aktualisiert worden; die Grünen haben dazu einen Änderungsantrag gestellt. Neu sind außerdem die Wahlvorschläge der Fraktionen für die Schul-, Sport- und Frauenkommission — von CDU und SPD, Grünen und FWG vom Mittwoch, von der AfD vom Donnerstag.
Kurz gemeldet
- Pkw stößt mit Schulbus zusammen: In Langenbach bei Kirburg kam es am Mittwochnachmittag in der Hochstraße zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Schulbus.
- Einbruch in Tierarztpraxis: In Ransbach-Baumbach sind Unbekannte am späten Mittwochabend in eine Praxis in der Rheinstraße eingebrochen; die Polizei sucht Zeugen.
- Kupferkabel gestohlen: Von einer Baustelle in der Limburger Zeppelinstraße haben Diebe in der vergangenen Woche Kupferkabel entwendet.
- „Kettentrick" in Atzbach: Ein Diebespaar hat einer Seniorin beim Umarmen die Halskette gegen eine wertlose getauscht; Hinweise an die Polizei Wetzlar unter 06441 918-0.
- Unter Marihuana-Einfluss aufgefahren: Vor dem Ortseingang von Wölferlingen verursachte ein 41-Jähriger aus der Verbandsgemeinde Selters einen Auffahrunfall.
Termine
- Montag, 28. September — Kreistag Lahn-Dill in Wetzlar, 13:30 Uhr. Im Kreishaus Limburg beraten der Umweltausschuss über das Abfallwirtschaftskonzept und der Schulausschuss über die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Grundschulbetreuung — für diesen Punkt liegen bislang keine Unterlagen vor.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion.