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Hadamar: Sohn durchschaut Schockanruf, drei Festnahmen

21. Oktober 2026 // Geschrieben von Redaktion
Rubrikbild Der Tag in der Region: Abendhimmel über einer Stadtsilhouette am Fluss mit Kirche, Burg und Fernsehturm, dazu das Fingerklopfer-Logo

Der Tag in der Region · Mittwoch, 21. Oktober 2026

In Hadamar hat ein Sohn den Schockanruf bei seiner 73 Jahre alten Mutter durchschaut und die Polizei eingeschaltet; bei einer fingierten Übergabe wurden die Abholerin, ein Begleiter und der Fahrer festgenommen. Außerdem: Das Landgericht Koblenz verhandelt im November mehrere Fälle aus der Region, Mittelhessens Polizeipräsident wechselt, und am Wochenende kommt der erste Herbststurm.

Hadamar: Fingierte Übergabe mit leerem Beutel

Eine 73-Jährige aus Hadamar ist am Dienstag gegen 16.50 Uhr auf dem Festnetz von einer Frau angerufen worden, die sich als Polizeibeamtin ausgab: Die Tochter habe jemanden angefahren und komme nur gegen eine Kaution um die Haft herum. Die Anruferin fragte nach Wertgegenständen und kündigte an, sie bald abholen zu lassen. Der Sohn der Frau erkannte die Masche und wandte sich an die Polizeistation Limburg. Bei einer kontrollierten, fingierten Übergabe eines präparierten, leeren Stoffbeutels nahmen Beamte zwei Verdächtige noch vor Ort fest; der dritte flüchtete mit dem Auto und wurde nach kurzer Verfolgung gestellt. Die drei, ukrainische Staatsangehörige im Alter von 22, 53 und 54 Jahren, stehen unter dem Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs und sollten am Mittwoch dem Haftrichter in Limburg vorgeführt werden, teilen die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Polizeipräsidium Westhessen mit (ots). Ermittelt hat die Eingreifreserve der Generalstaatsanwaltschaft. Hinter den Schockanrufen stehen nach deren Erkenntnissen international organisierte Gruppen; zwischen erstem Anruf und Übergabe vergehe mitunter weniger als eine Stunde. Es war der dritte Schockanruf in unserer Region binnen einer Woche, über den die Polizei berichtet – mehr dazu in einem eigenen Beitrag.

Landgericht Koblenz: Prozesse im November aus der Region

Das Landgericht Koblenz hat seine Verfahren bis Ende November angekündigt, darunter mehrere aus unserer Region. Ab 2. November muss sich ein 42-Jähriger verantworten, der in Selters ein ihm anvertrautes Kind schwer sexuell missbraucht haben soll. Ab 13. November geht es in einem Sicherungsverfahren um einen 46-Jährigen, der in Bad Ems in der Schleuse einer Polizeiwache mit einem Messer auf Sicherheitsglas eingeschlagen und an einem anderen Tag eine Wohnungstür eingetreten haben soll; die Kammer prüft, ob er in eine psychiatrische Klinik kommt. Ab 12. November stehen zwei Männer vor Gericht, die mit einer Bande unter anderem in Montabaur Geld über fremde Konten geleitet und mit fremden Kreditkartendaten eingekauft haben sollen. Am 30. Oktober beginnt ein Verfahren wegen bandenmäßigen Cannabis-Anbaus in Bendorf und Dürrholz, so die Medienmitteilung des Gerichts. In Limburg beginnt laut Sitzungsliste der Staatsanwaltschaft am 27. Oktober vor dem Schwurgericht ein Verfahren nach § 227 (Körperverletzung mit Todesfolge), Termine bis 9. Dezember. Für alle Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

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Polizei: Krückemeier verlässt Mittelhessen

Torsten Krückemeier, seit September 2023 Präsident des Polizeipräsidiums Mittelhessen, das auch für den Lahn-Dill-Kreis zuständig ist, leitet ab Mittwoch das Polizeipräsidium Südosthessen. In seine Amtszeit fielen die Ausschreitungen beim Eritrea-Festival in Gießen 2023 und die Proteste gegen die Gründung der AfD-Jugend im November 2025 mit rund 25.000 Gegendemonstranten; Gießen und Wetzlar sind seit 2024 Teil der Innenstadtoffensive des Landes, schreibt das Präsidium (ots). In Aßlar überholte am Freitag eine Autofahrerin in einem BMW in der Hermannsteiner Straße einen Radfahrer, bog ab, erfasste ihn und fuhr davon; der 48-Jährige wurde leicht verletzt, die Polizei Wetzlar sucht Zeugen, (06441) 9180 (ots). In Hadamar kamen Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch bei „Coffee with a Cop" mit Polizeipräsident Gutzeit und Bürgermeister Ruoff ins Gespräch (ots).

Wetter: Erster Herbststurm am Wochenende

Nach monatelanger Trockenheit beginnt eine regnerische Phase: Am Freitag und Samstag zieht ein Sturmtief über Hessen, im Bergland sind Böen über 100 km/h möglich, in Staulagen bis zu 50 Liter Regen je Quadratmeter in dieser Woche. Das tut Böden und Flusspegeln gut, berichtet die hessenschau; der Pegel Kaub stand heute bei 11 Zentimetern. Ausgerechnet am Samstag übt der Katastrophenschutz des Lahn-Dill-Kreises im nördlichen Dillkreis den Einsatz nach einem schweren Unwetter. Für den Protesttag „Gen Z steht auf" am 31. Oktober ist in Frankfurt eine Demonstration mit erwarteten 1.700 Teilnehmern angemeldet; Innenminister Poseck kündigt eine starke Polizeipräsenz an, meldet die hessenschau.

Kurz gemeldet

  • Drommershausen: Die Sanierung der K 412 in der Ortsdurchfahrt ist abgeschlossen, drei Tage früher als geplant; Kosten rund 90.000 Euro.
  • Hachenburg: Der Musiker und Naturschützer Dominik Eulberg liest am Donnerstag in seiner Heimat.

Termine

  • Donnerstag, 22. Oktober — Lesung Dominik Eulberg in Hachenburg.
  • Samstag, 24. Oktober — Katastrophenschutzübung im nördlichen Dillkreis.
  • Montag, 26. Oktober — Haupt- und Finanzausschuss des Kreises Limburg-Weilburg zum Kreiskrankenhaus Weilburg.
  • Dienstag, 27. Oktober — Landgericht Limburg, Schwurgericht (siehe oben); Landgericht Koblenz, Verfahren wegen versuchten Totschlags, Tatort Diez.
  • Freitag, 30. Oktober — Kreistag Limburg-Weilburg.
  • Samstag, 31. Oktober — Protesttag, Demonstration in Frankfurt.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion.