CSU-Chef Markus Söder begründet den Anspruch auch damit, dass seine Partei noch nie den Bundespräsidenten gestellt hat. Aus der CDU, die in der Union das erste Vorschlagsrecht beansprucht, kam Anfang der Woche der Name der hessischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Ines Claus ins Gespräch. Aus dem Umfeld von Kanzler Friedrich Merz hieß es nach Angaben der tagesschau, er habe weder entschieden noch einen Vorschlag gemacht.
Öffentliche Unterstützung hat Claus bislang nicht, auch nicht aus der hessischen CDU, schreibt die hessenschau. Ministerpräsident Boris Rhein verwies dort auf ein geregeltes Verfahren und sagte: „Wir können uns all die Spekulationen derzeit sparen." Der Grünen-Politiker Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags, zeigte sich in der ARD „sehr irritiert" über Claus und sprach sich für Aigner aus. Auch SPD-Fraktionschef Matthias Miersch und der frühere Arbeitsminister Hubertus Heil unterstützen Aigner. Fingerklopfer.de hatte am Mittwoch über Claus als mögliche Kandidatin berichtet.
Claus ist 49 Jahre alt, Juristin und kommt aus Trebur im Kreis Groß-Gerau. Sie führt die CDU-Fraktion im Landtag seit 2020 und ist eine der Stellvertreterinnen von Merz im Bundesvorsitz. Regierungsämter hatte sie bisher nicht.
Das CDU-Präsidium will am 9. November über die Kandidatur beraten und einen Vorschlag machen. Die Bundesversammlung wählt das Staatsoberhaupt am 30. Januar 2027. Union und SPD haben dort nach Angaben der hessenschau eine eigene Mehrheit.
Fingerklopfer-Newsletter abonnieren
Recherchen, Vor-Ort-Berichte und neue Artikel direkt per Mail: Mit unserem kostenlosen Newsletter verpasst ihr keine neuen Fingerklopfer-Beiträge.
NEWSLETTER ABONNIEREN
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion. Anlass war ein Themenhinweis des Redakteurs zur Debatte in der Union.