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Weilmünster erinnert an mehr als 3.000 ermordete Patienten

02. Oktober 2026 // Geschrieben von Redaktion
Rubrikbild Der Tag in der Region: Abendhimmel über einer Stadtsilhouette am Fluss mit Kirche, Burg und Fernsehturm, dazu das Fingerklopfer-Logo

Der Tag in der Region · Freitag, 2. Oktober 2026

In der alten Kapelle der früheren Landesheilanstalt Weilmünster erinnert ein neuer Lern- und Erinnerungsort an mehr als 3.000 Patientinnen und Patienten, die dort in der NS-Zeit getötet wurden. Außerdem: Hessen verteilt die Leistungen der Kliniken neu, der Glasfaserausbau in Limburg verzögert sich bis 2028, und im Landtag wird nach dem Wolfsrüden gefragt.

Weilmünster: Ein Ort für die Opfer der Krankenmorde

In der damaligen Landesheilanstalt Weilmünster wurden während der NS-Zeit mehr als 3.000 Menschen getötet, andere wurden in die Tötungsanstalt Hadamar gebracht und dort ermordet. In der alten Kapelle auf dem Klinikgelände erinnert nun ein Lern- und Erinnerungsort an sie, berichtet die hessenschau. Träger ist der Verein „Weilburg erinnert", der ihn mit Vitos Weil-Lahn und der Gedenkstätte Hadamar aufgebaut hat. Acht Stationen behandeln Zwangssterilisation, die Morde, die späte Aufarbeitung und heutige Debatten; dazu kommen Workshops vor allem für junge Menschen. Erzählt wird etwa die Geschichte der 34-jährigen Frieda Rothe, die wegen Epilepsie eingewiesen, zwangssterilisiert und ermordet wurde. Das Projekt kostete rund 250.000 Euro, Vitos gab weitere 50.000 Euro. Lange sei über die Verbrechen kaum gesprochen worden, sagt der Vereinsvorsitzende Markus Huth; erst ein Bericht des Hessischen Rundfunks aus dem Jahr 2000 habe die Debatte angestoßen. Geöffnet ist der Ort in der Weilstraße 10 jeden ersten Samstag im Monat von 14 bis 18 Uhr, also auch morgen.

Krankenhausreform: Hessen verteilt die Leistungen neu

Das hessische Gesundheitsministerium hat den Kliniken mitgeteilt, welche Leistungen sie künftig voraussichtlich anbieten dürfen; begutachtet wurden rund 1.800 Anträge, berichtet die hessenschau. An der Zahl der Notfallstandorte, an der Geburtshilfe und an der Kinder- und Jugendmedizin ändere sich nichts, sagt Ministerin Diana Stolz. Komplexe Eingriffe werden konzentriert: Bauchspeicheldrüsen-Operationen sollen künftig 15 statt 23 Kliniken anbieten, Behandlungen von Eierstockkrebs 15 statt 28, künstliche Kniegelenke 50 statt 66, Brustkrebs 24 statt 29. Die Liste der einzelnen Kliniken wird erst noch offengelegt; die Häuser können Stellung nehmen, endgültig entschieden wird im Dezember. Was das für die Kliniken in Weilburg, Limburg, Wetzlar und Dillenburg bedeutet, steht damit noch nicht fest. Für den Umbau gibt es nach Angaben des Ministeriums einen Fonds von Bund, Ländern und Klinikträgern über rund 3,6 Milliarden Euro, davon 950 Millionen aus dem Sondervermögen, bis 2035 für strukturelle Veränderungen.

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Glasfaser in Limburg: Aus Sommer 2026 wird 2028

Der Glasfaserausbau der Deutschen GigaNetz in Limburg wird nicht wie angekündigt im Sommer 2026 fertig. Auf Anfrage dieser Redaktion nennt das Unternehmen nun das Jahr 2028 für das gesamte Projekt, schreiben wir in unserem Beitrag von heute. Von 5.471 geplanten Wohn- und Gewerbeeinheiten sind nach Angaben von GigaNetz mehr als 3.000 bis zur Grundstücksgrenze erschlossen, rund 1.000 Hausanschlüsse gesetzt und einige Hundert tatsächlich genutzt. Das Unternehmen verweist auf gestiegene Bau- und Finanzierungskosten und Kaufzurückhaltung; für den eigenwirtschaftlichen Ausbau strebt es eine Anschlussquote von rund 35 Prozent an. Die Stadt teilt mit, im freien Ausbau gebe es keine verbindlichen Ausbauzusagen; in Linter vermarkten nach eigenen Angaben derzeit weder GigaNetz noch die Telekom.

Wolf: Landtagsabgeordneter fragt nach dem Rüden

Nach dem Beschluss zum Abschuss von Jungwölfen im Lahn-Dill-Kreis, über den wir am Montag berichtet haben, fragt der fraktionslose Landtagsabgeordnete Maximilian Müger nach dem Elternrüden GW2478m. In einer Kleinen Anfrage will er wissen, ob das Regierungspräsidium Kassel eine Entnahme des Rüden auf hessischem Gebiet geprüft hat und warum sich die Freigabe auf Jungwölfe statt auf ein Elterntier richtet. Außerdem fragt er, wann Hessen von der Abschussgenehmigung des Westerwaldkreises erfuhr, ob es dazu Stellung genommen hat und ob es eine schriftliche Vereinbarung mit Rheinland-Pfalz über gemeinsame Wolfsgebiete gibt.

Kurz gemeldet

  • Dillenburg: Die Warnung der Stadt, Wasser und Ufer von Dietzhölze und Dill zu meiden, gilt weiter; neue Angaben gab es bis zum Abend nicht.
  • Offheim–Niederhadamar: Die Kreisstraße 478 ist nach der Sanierung von rund 1.700 Metern wieder frei.
  • Nastätten: Unbekannte haben am Gebäude der Verbandsgemeinde Blitzableiter abgeflext und das Metall mitgenommen.
  • Pegel Kaub: null Zentimeter um 17:15 Uhr (Pegelonline, Rohdaten).

Termine

  • Samstag, 3. Oktober — Tag der Deutschen Einheit; Lern- und Erinnerungsort Weilmünster geöffnet, 14 bis 18 Uhr.
  • Montag, 5. Oktober, bis Freitag, 16. Oktober — Sperrung der K 412 in Drommershausen.
  • Freitag, 30. Oktober — Kreistag Limburg-Weilburg.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion.