28. April 2026
Die Worte der SPD-Vorsitzenden und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas klingen auf den ersten Blick nach strategischer Weitsicht. Wer wollte ernsthaft bestreiten, dass ein Industrieland wie Deutschland eine Vorstellung davon haben sollte, wo es in 20 oder 30 Jahren steht? Doch genau an diesem Punkt beginnt das Problem. Denn was Bas hier formuliert, ist weniger ein strategischer Rahmen als vielmehr der Anspruch, wirtschaftliche Zukunft planbar zu machen – inklusive der impliziten Annahme, Politik könne heute entscheiden, welche Branchen und sogar welche Standorte in Jahrzehnten noch existieren sollen.
Das ist nicht nur ambitioniert. Es ist ökonomisch hoch problematisch.