16. Februar 2026
Drei Tage lang wurde im Hamburger Thalia-Theater verhandelt, angeklagt, verteidigt und geurteilt. Titel der Veranstaltung: „Prozess gegen Deutschland“.
Der Anspruch: ein offenes demokratisches Experiment. Das Ergebnis: ein moralischer Schuldspruch – weniger über den deutschen Rechtsstaat als über eine bestimmte Vorstellung davon, wie Deutschland heute noch sein darf.
Dieser Artikel will zweierlei leisten: Erstens die Veranstaltung sachlich und vollständig vorstellen – Dramaturgie, Akteure, Kernpositionen. Zweitens eine klare liberale Einordnung vornehmen, jenseits linker Selbstvergewisserung und jenseits rechter Abwehrreflexe.