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Merz nennt den Waldbrand in der Eifel eine Folge des Klimawandels

24. August 2026 // Geschrieben von Redaktion

Die Lage am Morgen · Montag, 24. August 2026

Der Kanzler hat sich nach dem Sommerurlaub im Hürtgenwald zurückgemeldet und den schwersten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens dem Klimawandel zugeschrieben — empfangen wurde er mit Buhrufen. Zugleich sind die amerikanischen Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren in Kraft getreten, und Volkswagen nennt vier deutsche Werke für die 2030er Jahre nicht mehr ausgelastet.

Merz mahnt Vorsorge an und wird in Hürtgenwald ausgepfiffen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Samstag das Waldbrandgebiet im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald besucht. In der Mitschrift seines Pressestatements heißt es, man müsse damit rechnen, dass solche Ereignisse häufiger würden; „Das ist Klimawandel", sagte Merz vor Ort. Allen „Leugnern des Klimawandels" empfahl er, sich genau anzusehen, was dort geschehen sei. Im selben Statement sagte er, man werde alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen, „aber wir müssen auch mit dem Klimawandel leben" — Vorsorge sei Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden. Es war sein erster öffentlicher Termin nach dem Urlaub; bei dem Besuch gab es Buhrufe und Pfiffe. Greenpeace bezifferte die wirtschaftlichen Schäden des diesjährigen Sommers in Deutschland nach einem Bericht des ZDF auf mindestens 36 Milliarden Euro, größter Einzelposten sind mit 10,8 Milliarden Euro hitzebedingte Produktivitätsausfälle bei 25 angenommenen Hitzetagen.

Amerikanische Zölle auf kanadische Waren sind in Kraft

Die Vereinigten Staaten erheben seit Mitternacht am Sonntag Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar. Die Verhandlungen darüber hatte Kanadas Premierminister Mark Carney zuvor ausgesetzt und dies mit Änderungen der amerikanischen Bedingungen kurz vor dem Abschluss begründet, die er als unfair und unwirtschaftlich bezeichnete. Kanada kündigte Gegenzölle in gleicher Höhe zum 8. September an, die sich auf Stahl, Molkereiprodukte, Haushaltsgeräte, Landmaschinen, Papier und Elektronik richten und Waren im Wert von 28 Milliarden Dollar betreffen.

VW nennt vier Werke für die 2030er Jahre nicht ausgelastet

Nach der Belegschaftsansprache, über die am 22. August berichtet wurde, hat der Vorstand von Volkswagen dem Aufsichtsrat ein Maßnahmenpaket mit zwölf Initiativen unter dem Namen „Zielbild 2030" vorgelegt. Vorstandschef Oliver Blume erklärte, für die Werke Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm gebe es für die 2030er Jahre derzeit keine wettbewerbsfähige Auslastung; über konkrete Schließungen sei nicht entschieden. Schließungen nannte er das „teuerste und letzte Mittel". Die Modellpalette soll um bis zu 50 Prozent verkleinert werden, die Zahl der Ausstattungsvarianten um bis zu 75 Prozent. Die Fabrikkosten der deutschen Werke sanken im vergangenen Jahr um durchschnittlich rund 20 Prozent, ohne dass die Wettbewerbsfähigkeit hergestellt sei. Betriebsrat, IG Metall und das Land Niedersachsen lehnen Werksschließungen ab und verlangen mehr Transparenz.

Bahngewerkschaft droht mit Ausfällen im Regionalverkehr ab Januar

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft verlangt, dass ein angekündigtes Gesetz über härteren Schutz für Bahnbeschäftigte noch in diesem Jahr in den Bundestag kommt. Andernfalls sollen die Betriebsräte bei DB Regio und privaten Regionalbahnen den Dienstplänen für Januar die Zustimmung verweigern, sodass bundesweit kein Personal einteilbar wäre. Nach Angaben der Gewerkschaft werden täglich acht Beschäftigte im Dienst angegriffen. Anlass der Forderung ist der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter im Februar; die Bundesregierung hatte danach zugesagt, Bahnbeschäftigte in den Gesetzentwurf zum Schutz von Rettungskräften aufzunehmen, der das Mindeststrafmaß von drei auf sechs Monate Freiheitsstrafe verdoppelt. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums ist eine Regelung in Arbeit und befindet sich in regierungsinterner Abstimmung; sie solle das Parlament noch in diesem Jahr passieren.

Sachsen verzichtet auf Rückforderung in 11.026 Fällen

Das sächsische Wirtschaftsministerium hat bis Ende Juni 2026 von 12.018 Anträgen auf Einstellung der Rückforderung von Corona-Soforthilfen 11.026 genehmigt und 617 abgelehnt; 375 waren noch offen. Eine verlängerte Zahlungsfrist wurde 5.125 mal in Anspruch genommen. Ausgezahlt worden waren im Frühjahr und Sommer 2020 nach Angaben des Ministeriums mehr als 672 Millionen Euro an über 84.000 Kleinstunternehmen und Selbständige. Das Rückmeldeverfahren läuft seit November 2024, weil viele Empfänger höhere Zuschüsse erhalten hatten, als ihnen nach den Programmbedingungen zustanden. Der Freistaat will es zum Ende dieses Jahres abschließen.

Brandenburg startet mit 313 unbesetzten Lehrerstellen

In Brandenburg hat am Montag das Schuljahr 2026/27 begonnen. Rund 324.400 Schülerinnen und Schüler werden unterrichtet, etwa 1.000 mehr als im Vorjahr und so viele wie seit zwanzig Jahren nicht. Im Schuldienst stehen 22.311 Lehrkräfte, unbesetzt sind 313 Vollzeitstellen gegenüber 255 im Vorjahr. Bildungsminister Gordon Hoffmann erklärte, die Schulabschlüsse seien gewährleistet, die Stundentafel lasse sich vielerorts nur mit erheblichen Einschnitten in anderen Bereichen sichern. Die von SPD und CDU zugesagten 250 zusätzlichen Lehrerstellen sollen erst zum Schuljahr 2027/28 kommen.

Termine

  • Dienstag und Mittwoch, 25. und 26. August, Schloss Neuhardenberg: Das Bundeskabinett berät über Industriepolitik, Schlüsseltechnologien und künstliche Intelligenz.
  • Dienstag, 8. September: Die kanadischen Gegenzölle auf amerikanische Waren treten in Kraft.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion.

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