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In eigener Sache: Warum der Fingerklopfer seine journalistischen Standards weiterentwickelt

27. Juni 2026 // Geschrieben von Redaktion
Transparenz in eigener Sache - Fingerklopfer

Der Fingerklopfer ist in den vergangenen Jahren gewachsen – thematisch, journalistisch und in seiner öffentlichen Wahrnehmung.

Entstanden ist dieses Projekt in einer Zeit, in der viele Bürger das Bedürfnis hatten, politische Entscheidungen kritisch zu hinterfragen und Informationen eigenständig einzuordnen. Was zunächst aus der Auseinandersetzung mit den Corona-Maßnahmen entstand, hat sich Schritt für Schritt zu einem unabhängigen journalistischen Angebot mit einem deutlich breiteren Schwerpunkt entwickelt.

Heute recherchiert der Fingerklopfer zu kommunalpolitischen Themen, wertet Kreistagsunterlagen aus, stellt Presse- und Informationsfreiheitsanfragen, führt Interviews und berichtet über Entwicklungen, die nach unserer Auffassung eine größere öffentliche Aufmerksamkeit verdienen.

Dabei galten für unsere Arbeit von Anfang an Grundsätze wie sorgfältige Recherche, Quellenoffenheit, die Möglichkeit zur Stellungnahme sowie eine klare Trennung zwischen Nachricht und Kommentar. Diese Maßstäbe sind bereits seit längerem im Impressum des Fingerklopfers dokumentiert.

Transparenz endet nicht bei anderen

Wer Transparenz von Politik, Verwaltung und öffentlichen Institutionen einfordert, sollte dieselben Maßstäbe auch an sich selbst anlegen.

Deshalb werden wir unsere journalistischen Grundsätze künftig nicht nur im Impressum führen, sondern deutlich sichtbarer machen und um weitere Regelungen ergänzen.

Hierzu gehören unter anderem:

  • unsere journalistischen Arbeitsgrundsätze,
  • der Umgang mit Quellen und Korrekturen,
  • die Offenlegung möglicher Interessenkonflikte,
  • sowie Transparenz über öffentliche Funktionen des Betreibers.

Unser Ziel ist dabei nicht, Vertrauen einzufordern, sondern unsere Arbeitsweise nachvollziehbar zu machen.

Transparenz in eigener Sache

Im Zuge dieser Weiterentwicklung informieren wir unsere Leser auch darüber, dass Betreiber und Chefredakteur Manfred Hübner vom Kreistag des Landkreises Limburg-Weilburg in den Verwaltungsrat der Kreissparkasse Limburg gewählt wurde.

Die Wahl erfolgte auf Vorschlag der AfD-Kreistagsfraktion. Manfred Hübner ist parteilos.

Die Tätigkeit im Verwaltungsrat wird ehrenamtlich ausgeübt und unterliegt den gesetzlichen Verschwiegenheitspflichten des Hessischen Sparkassengesetzes.

Gerade weil der Fingerklopfer regelmäßig kritisch über kommunale Institutionen berichtet, sehen wir diese neue Funktion nicht als Grund für weniger Transparenz, sondern für mehr.

Deshalb werden Berichte über Angelegenheiten der Kreissparkasse Limburg künftig grundsätzlich mit einem Transparenzhinweis versehen. Vertrauliche Informationen aus der Tätigkeit im Verwaltungsrat werden selbstverständlich weder veröffentlicht noch als Grundlage journalistischer Beiträge verwendet.

Journalismus lebt von überprüfbaren Regeln

Unabhängiger Journalismus lebt nicht davon, dass Leser einem Medium blind vertrauen.

Er lebt davon, dass nachvollziehbar ist, nach welchen Regeln gearbeitet wird.

Journalistische Qualität ist kein Zustand, sondern ein fortlaufender Entwicklungsprozess. Auch der Fingerklopfer hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Mit den nun veröffentlichten journalistischen Grundsätzen dokumentieren wir diese Entwicklung und schaffen nachvollziehbare Maßstäbe für unsere künftige Arbeit.

Deshalb werden wir in den kommenden Tagen unsere Seiten „Was mich antreibt“, „Über mich“, „Journalistische Grundsätze“ sowie eine neue Rubrik „Transparenz“ veröffentlichen beziehungsweise überarbeiten.

Der Fingerklopfer bleibt das, was er immer sein wollte: ein unabhängiges journalistisches Angebot aus dem Landkreis Limburg-Weilburg – kritisch, recherchestark und offen im Umgang mit den eigenen Maßstäben.

Denn Transparenz beginnt nicht erst bei anderen. Sie beginnt bei uns selbst.

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