#  Dessau-Roßlau hat festgestellt, der Burgenlandkreis zählt weiter

11. September 2026 // Geschrieben von Redaktion

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**Die Lage am Morgen · Freitag, 11. September 2026**

In Dessau-Roßlau hat der Kreiswahlausschuss die Ergebnisse für zwei Wahlkreise festgestellt; im Burgenlandkreis tagt er an diesem Freitag. Ob die Nachzählungen etwas verändert haben, ist damit noch offen — das Landesergebnis steht erst am 22. September fest. Außerdem: Die Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen zur Strom-Sabotage, die EZB hebt die Zinsen an, und die Inflation zieht wegen der Kraftstoffpreise weiter an.

## Zwei Wahlkreise sind amtlich, der Rest steht aus

Der Kreiswahlausschuss in Dessau-Roßlau hat am Donnerstag in öffentlicher Sitzung die Ergebnisse für die Wahlkreise 26 und 27 festgestellt. Nach den Erststimmen sind [Burkhardt Ratzmann und Nadine Koppehel gewählt](https://www.dessau-rosslau.de/stadt-buerger/neuigkeiten/detailseite/article/landtagswahl-2026.html), beide AfD. **Ob die Nachzählung im Briefwahlbezirk 992 etwas am Ergebnis geändert hat, teilt die Stadt nicht mit.** Dort waren nach Angaben der Kreiswahlleiterin rund 500 Stimmen betroffen, Anlass waren „Unregelmäßigkeiten", die bei der Vorbereitung der Sitzung aufgefallen waren. Im **Burgenlandkreis** tritt der Kreiswahlausschuss für die Wahlkreise 39, 40 und 41 an diesem Freitag um 10 Uhr in Naumburg zusammen; dort waren 25 Wahlbezirke neu ausgezählt worden, weil in 24 Wahllokalen die Zwischensummen in den Ergebnistabellen fehlten. Die Mitteilung des Kreiswahlleiters steht unverändert auf dem Stand vom 8. September. Auch im **Landkreis Börde** werden Stimmen geprüft. **Das endgültige Landesergebnis stellt der Landeswahlausschuss am 22. September fest**, nach Prüfung der Niederschriften aller Kreiswahlausschüsse.

## Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen zur Strom-Sabotage

Der Generalbundesanwalt hat am Donnerstag ein Ermittlungsverfahren gegen den festgenommenen Daniel V. eingeleitet und die Verfahren der Generalstaatsanwaltschaft Dresden sowie der Staatsanwaltschaften Cottbus und Köln übernommen. Der Verdacht lautet auf **verfassungsfeindliche Sabotage** und Störung öffentlicher Betriebe. Die Mitteilung beschreibt die Tatmittel genauer, als es bisher öffentlich hieß: Es handelte sich demnach um **Silvesterraketen oder ähnliche Gegenstände**, verbunden mit Zündern, Zeitschaltern und Drähten, die zu voreingestellten Zeiten in Richtung der Hochspannungsleitungen geschossen werden sollten. Bei den Umspannwerken Turnow-Preilack in Brandenburg und Bergheim-Rheidt in Nordrhein-Westfalen kam es am 1. September tatsächlich zu Kurzschlüssen; zwei Braunkohlekraftwerke mussten abgeschaltet werden, in einem Ort war die Stromversorgung zeitweise beeinträchtigt. Die Übernahme erfolgt wegen der besonderen Bedeutung des Falles: Die Taten seien länderübergreifend erfolgt und hätten mutmaßlich großflächige Stromausfälle bezweckt. Daniel V. sitzt seit dem 8. September in Untersuchungshaft; es gilt die Unschuldsvermutung.

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## EZB hebt die Zinsen an und verweist auf den Nahost-Konflikt

Der EZB-Rat hat die drei Leitzinssätze um jeweils **25 Basispunkte** [angehoben](https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2026/html/ecb.mp260910~314e508016.de.html). Mit Wirkung vom 16. September liegen der Zinssatz für die Einlagefazilität bei **2,50 Prozent**, der für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte bei 2,65 und der für die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 2,90 Prozent. Zur Begründung heißt es, der Konflikt im Nahen Osten erzeuge weiterhin Inflationsdruck; die Inflation dürfte „für einen längeren Zeitraum deutlich über unserem Zielwert bleiben". Die Fachleute der EZB erwarten für 2026 eine Gesamtinflation von 3,0 Prozent, für 2027 von 2,5 und für 2028 von 2,1 Prozent — für die beiden späteren Jahre ist das eine Aufwärtsrevision gegenüber Juni. Beim Wirtschaftswachstum rechnen sie mit 0,9 Prozent in diesem und 1,4 Prozent im kommenden Jahr.

## Inflation bei 2,9 Prozent — Kraftstoffe 27,7 Prozent teurer

Die Inflationsrate in Deutschland lag im August bei **2,9 Prozent** gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 2,8 Prozent im Juli und 2,3 Prozent im Juni. Das hat das [Statistische Bundesamt](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/09/PD26_320_611.html) bestätigt. Treiber ist die Energie: Energieprodukte verteuerten sich um 10,5 Prozent, der stärkste Anstieg seit über drei Jahren. **Kraftstoffe kosteten 27,7 Prozent mehr als im Vorjahr, leichtes Heizöl 49,6 Prozent.** Behördenchefin Ruth Brand führt das ausdrücklich auf den Iran-Krieg zurück. Gegenläufig entwickelten sich Strom (−5,5 Prozent), Erdgas (−2,9) und Fernwärme (−1,0), was das Amt teilweise auf Maßnahmen der Bundesregierung zurückführt; Haushaltsenergie insgesamt war deshalb 0,7 Prozent günstiger. Nahrungsmittel blieben mit 0,1 Prozent nahezu unverändert — Eier verteuerten sich um 15,2 Prozent, Butter wurde um 29,9 Prozent billiger. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel lag bei 2,4 Prozent, die Nettokaltmieten stiegen um 1,9 Prozent.

## Krach: Anfangsverdacht auf Vorteilsannahme in zwei Fällen

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat ihre Ermittlungen gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach [näher beschrieben](https://www.deutschlandfunk.de/staatsanwaltschaft-hannover-zu-berliner-spd-spitzenkandidat-krach-anfangsverdacht-auf-vorteilsannahm-104.html): Es gehe um einen Anfangsverdacht auf **Vorteilsannahme in zwei Fällen**; die Taten sollen sich während Krachs Amtszeit als Regionspräsident in Hannover zugetragen haben. Am Mittwoch waren seine Wohnung und weitere Objekte durchsucht worden. Krach selbst erklärte, es gehe um ein Vergabeverfahren für ein Gesundheitszentrum, und wies den Vorwurf der Bereicherung zurück: Eine Spende auf einem SPD-Konto sei auf seine Anordnung am Tag darauf zurücküberwiesen worden. Die Berliner SPD stellte sich hinter ihn. Gewählt wird am 20. September. Es gilt die Unschuldsvermutung.

## 15 Prozent weniger Empfänger von Asylbewerberleistungen

Zum Jahresende 2025 bezogen rund **390.000 Personen** Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz — 71.400 oder 15 Prozent weniger als ein Jahr [zuvor](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/09/PD26_322_222.html). 61 Prozent der Beziehenden waren männlich, 31 Prozent minderjährig, 62 Prozent zwischen 18 und 49 Jahre alt. Häufigstes Herkunftsland war Syrien mit 64.600 Personen oder 17 Prozent, gefolgt von der Türkei (15), Afghanistan (10) und dem Irak (7 Prozent). Aus der Ukraine stammten 5 Prozent — Geflüchtete von dort wechselten überwiegend bereits 2022 in das Bürgergeld oder die Sozialhilfe.

## Termine

- **Freitag, 11. September, 10 Uhr** — Kreiswahlausschuss Burgenlandkreis in Naumburg; öffentlich.
- **Freitag, 11. September** — 25. Jahrestag der Terroranschläge in den USA.
- **Sonntag, 13. September** — Kommunalwahl in Niedersachsen.
- **Mittwoch, 16. September** — die neuen EZB-Zinssätze treten in Kraft.
- **Sonntag, 20. September** — Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus.
- **Dienstag, 22. September** — Der Landeswahlausschuss stellt das Endergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fest.

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*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion.*
