#  Der Pflegeversicherung fehlen in diesem Jahr 4,4 Milliarden Euro

01. September 2026 // Geschrieben von Redaktion

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**Die Lage am Morgen · Dienstag, 1. September 2026**

Die soziale Pflegeversicherung wird in diesem Jahr nach Rechnung des GKV-Spitzenverbandes 4,4 Milliarden Euro Defizit machen; in wenigen Monaten sei das Geld alle. Zugleich steigt die Inflation auf 2,9 Prozent — getrieben von Energiepreisen, die binnen zweier Monate von 3,4 auf 10,5 Prozent Jahresteuerung geklettert sind.

## GKV-Spitzenverband: „In wenigen Monaten ist das Geld alle"

Neu zum [Bericht vom 25. August](https://www.fingerklopfer.de/de/news/829-zuckersteuer-soll-2027-kommen-und-650-millionen-euro-einbringen), in dem die AOK eine Acht-Milliarden-Lücke erwartete: Die soziale Pflegeversicherung hat im ersten Halbjahr 2026 ein Defizit von 770 Millionen Euro angehäuft. Für das Gesamtjahr rechnet der GKV-Spitzenverband mit [4,4 Milliarden Euro](https://www.gkv-spitzenverband.de/gkv_spitzenverband/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_2302400.jsp). Vorstandsvorsitzender Oliver Blatt sagte am Montag, die Ausgaben stiegen fast dreimal so stark wie die Einnahmen; es herrsche „Alarmstufe Rot", und „in wenigen Monaten ist das Geld alle". Für 2027 nennt der Verband einen zusätzlichen Finanzbedarf von zehn Milliarden Euro, der bisher nicht gegenfinanziert sei. Auszahlungen an Pflegebedürftige fallen zunächst nicht aus: Die Kasse kann Liquiditätshilfen aus dem Ausgleichsfonds ziehen, gespeist aus einem Darlehen des Bundes über 3,2 Milliarden Euro, das zurückzuzahlen ist. Der Verband verweist zudem auf rund 5,2 Milliarden Euro, die der Bund der Pflegeversicherung aus der Corona-Zeit schulde. Der Beitragssatz liegt bei 3,6 Prozent, für Kinderlose bei 4,2 Prozent.

## Inflation steigt auf 2,9 Prozent, Energie um 10,5 Prozent

Die Verbraucherpreise lagen im August voraussichtlich [2,9 Prozent über dem Vorjahresmonat](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_311_611.html), teilt das Statistische Bundesamt mit; gegenüber Juli sind es 0,2 Prozent. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie beträgt 2,4 Prozent. Den Ausschlag gibt die Energie: Sie verteuerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,5 Prozent, nach 8,3 Prozent im Juli und 3,4 Prozent im Juni. Nahrungsmittel stiegen dagegen nur um 0,1 Prozent. Zur Einordnung: Am 28. August stand hier ein Reallohnplus von 1,5 Prozent für das zweite Quartal, errechnet aus 4,1 Prozent Nominallohn und 2,5 Prozent Verbraucherpreisen. Bei 2,9 Prozent Teuerung schrumpft dieser Abstand.

## Union will mehr Kohlestrom, das Ministerium winkt ab

Unionsfraktionsvize Müller hatte in der *Wirtschaftswoche* vorgeschlagen, wegen der hohen Gaspreise die deutschen Kohlekraftwerke stärker zu nutzen. Das Bundeswirtschaftsministerium [dämpft die Erwartungen](https://www.deutschlandfunk.de/wirtschaftsministerium-prueft-staerkere-nutzung-von-kohlekraftwerken-112.html): Es gehe um Kraftwerke in der Reserve, die nur bei Knappheit einspringen sollen; sie zur Preissenkung hochzufahren sei aus fachlichen, ökonomischen und europarechtlichen Gründen nicht einfach. Es handle sich um alte und ineffiziente Anlagen, und ob sich damit überhaupt ein Einfluss auf die Strompreise erzielen ließe, sei unklar. Die SPD lehnte den Vorschlag ab, Regierungssprecher Kornelius erklärte, die Frage stelle sich derzeit nicht.

## Abnehmtablette ab heute in den Apotheken — 170 Euro im Monat

Seit diesem Dienstag ist in deutschen Apotheken erstmals ein Medikament zur Gewichtsregulierung erhältlich, das geschluckt statt gespritzt wird. Der Wirkstoff Semaglutid ist derselbe wie in der Spritze, die Erhaltungsdosis liegt oral bei 25 Milligramm täglich statt 2,4 Milligramm wöchentlich. Zugelassen ist die Tablette nur für Erwachsene mit einem Body-Mass-Index ab 30 oder ab 27 mit einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung. In der Zulassungsstudie nahmen 307 Erwachsene ohne Diabetes 64 Wochen lang teil; das Gewicht sank in der Wirkstoffgruppe im Mittel um 13,6 Prozent, in der Placebogruppe um 2,2 Prozent. Nach dem Absetzen nahm ein erheblicher Teil wieder zu. Die Behandlung [kostet rund 170 Euro im Monat und wird von der Kasse nicht bezahlt](https://www.berliner-zeitung.de/article/wegovy-als-tablette-abnehmpille-ab-1-september-in-den-apotheken-rund-170-euro-pro-monat-10343622); die höchste Wirkstärke fehlt zum Start.

## Berlin: Darstellung zum Hackerangriff zweimal korrigiert

Nach dem Angriff auf die Berliner Verwaltung hat sich die amtliche Darstellung binnen einer Woche zweimal geändert. Im Innenausschuss hieß es zunächst, es seien lediglich öffentlich verfügbare Geodaten gestohlen worden. Zwei Tage später räumte Digitalstaatssekretär Florian Hauer ein, dass womöglich auch personenbezogene oder sonstige nichtöffentliche Daten betroffen sind. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner sprach am Freitag von einer schweren Straftat, das Land werde erpresst, lasse sich aber nicht erpressen. Inzwischen [fordern die Täter zwei Millionen Euro Lösegeld](https://www.berliner-zeitung.de/article/hackerangriff-auf-berliner-verwaltung-kriminelle-wollen-erbeutete-daten-im-darknet-verkaufen-10345019) und drohen mit dem Verkauf der Daten im Darknet. Zwei Senatsverwaltungen waren weiterhin vom Landesnetz getrennt.

## Keine Veröffentlichungspflicht für Treffen mit Lobbyisten

Die Bundesregierung plant keine Pflicht, Treffen ihrer Mitglieder und der Leitungsebene der Ministerien mit Lobbyisten zu veröffentlichen. Das Lobbyregister des Bundestages biete zusammen mit dem „exekutiven Fußabdruck" ausreichend Transparenz, heißt es in ihrer [Antwort auf eine Große Anfrage der Linksfraktion](https://dserver.bundestag.de/btd/21/077/2107744.pdf); mit der Erfassung von Treffen wären „allein quantitative, aber keine qualitativen Aussagen" möglich. Die Antwort listet gleichwohl je zehn Lobbykontakte des Kanzlers und der Ministerinnen und Minister seit dem 6. Mai 2025 auf — mit dem Hinweis, eine Pflicht zur Erfassung sämtlicher Gespräche bestehe nicht und die Angaben seien möglicherweise unvollständig.

## 790.000 Neueinstellungen ohne Sachgrund befristet

Von allen sozialversicherungspflichtigen Neueinstellungen des Jahres 2025 waren rund 790.000 sachgrundlos befristet, also [18,5 Prozent](https://dserver.bundestag.de/btd/21/076/2107697.pdf). Gemessen an der Gesamtbeschäftigung liegt der Anteil bei drei Prozent. Die meisten sachgrundlosen Befristungen gibt es nach dem Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in unternehmensnahen Dienstleistungen, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Einzelhandel, im Gastgewerbe sowie in Verkehr und Lagerei.

## Lebenserwartung 2025 auf Höchststand, Debatte über eine unveröffentlichte Studie

Die Lebenserwartung bei Geburt ist in Deutschland im Jahr 2025 für Frauen und Männer auf [neue Höchstwerte gestiegen](https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/_inhalt.html); die Sterbefallzahlen des ersten Quartals 2026 lagen im Bereich der mittleren Werte der Vorjahre. Für das zweite Quartal weist das Statistische Bundesamt rund 243.600 Gestorbene aus und führt den Anstieg auf die Hitzewelle zurück. Parallel wird über eine europäische Untersuchung zur Übersterblichkeit diskutiert, die einen Zusammenhang mit Impfquoten nahelegen soll. **Diese Untersuchung ist bislang nicht veröffentlicht**, und der Bericht darüber steht hinter einer Bezahlschranke. Beides ist von dieser Redaktion nicht überprüfbar; sie berichtet deshalb nicht darüber, sondern nennt, was amtlich vorliegt.

## Fünf Tage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt

In den 286 überregionalen Meldungen dieses Morgens befassen sich 21 mit Sachsen-Anhalt, verteilt auf sieben Häuser von der taz bis zum Deutschland-Kurier; drei davon betreffen Sport und Kultur, nicht den Wahlkampf. Wiederkehrender Gegenstand der übrigen sind Warnungen vor einem Sieg der AfD und Wahlkampfauftritte des Bundeskanzlers. Eine Entscheidung ist darunter keine. Gewählt wird am Sonntag.

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*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion.*
