#  Regierung erwartet 1,3 Prozent Wachstum, getragen vom Staat

09. Oktober 2026 // Geschrieben von Redaktion

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**Die Lage am Morgen · Freitag, 9. Oktober 2026**

Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr 1,3 statt 0,5 Prozent Wachstum – vor allem dank schuldenfinanzierter Staatsausgaben; Ministerin Reiche nennt den Aufschwung noch nicht selbsttragend. Außerdem: In der Oberpfalz werden zwei Behördenmitarbeiter bei einer Waffenkontrolle erschossen, das Kontrollgremium lässt den Fall Hanning prüfen, und die Rentenreform verzögert sich.

## Herbstprojektion: 1,3 Prozent, aber nicht selbsttragend

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für 2026 von 0,5 auf 1,3 Prozent angehoben, 2028 soll die Wirtschaft nur noch um 0,6 Prozent wachsen, [berichtet der Deutschlandfunk](https://www.deutschlandfunk.de/warum-rechnet-die-bundesregierung-mit-mehr-wachstum-und-wo-sind-gefahren-102.html) nach Angaben des Wirtschaftsministeriums. Hauptgrund ist ein staatlicher Impuls: zusätzliche, mit neuen Schulden finanzierte Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur. Hinzu kommen Sondereffekte im Außenhandel – Kunden im Ausland kaufen wegen Lieferengpässen durch den Nahostkonflikt verstärkt energieintensive Vorprodukte aus Deutschland – und ungewöhnlich viele Arbeitstage, weil Feiertage auf Wochenenden fallen; sie erklären laut Ministerium rund 0,3 Prozentpunkte. Ministerin Reiche nennt das Wachstum „noch nicht selbsttragend": Der Staat wächst stärker als die Privatwirtschaft, der Konsum legt kaum zu, private Investitionen bleiben verhalten. DIHK-Hauptgeschäftsführerin Melnikov spricht von einem „teuer erkauften Aufschwung", die Präsidentin der Familienunternehmer, Ostermann, warnt vor übertriebenem Optimismus angesichts hoher Kosten, Bürokratie und schwacher Investitionen. Die Exporte sanken im August um 0,8 Prozent gegenüber Juli, meldet das [Statistische Bundesamt](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/10/PD26_356_51.html); gegenüber August 2025 lagen sie um 6,2 Prozent höher. Die Projektion ist Grundlage der Steuerschätzung und der Haushaltsplanung von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen.

## Berngau: Zwei Mitarbeiter des Landratsamts erschossen

Bei einer routinemäßigen Waffenkontrolle in Berngau im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz soll ein 60-jähriger Waffenbesitzer am Donnerstagnachmittag eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter des Landratsamts erschossen haben, [berichtet der Deutschlandfunk](https://www.deutschlandfunk.de/zwei-behoerdenmitarbeiter-bei-waffenkontrolle-in-der-oberpfalz-erschossen-verdaechtiger-festgenommen-102.html). Die beiden sollten unter anderem prüfen, ob er seine Waffen ordnungsgemäß aufbewahrt. Der Mann verschanzte sich danach stundenlang in seinem Haus; Spezialkräfte redeten laut [Welt](https://www.welt.de/vermischtes/video6ac868b46e0a564ee52e9d9f/grosseinsatz-in-der-oberpfalz-mehrere-behoerdenmitarbeiter-bei-waffenkontrolle-erschossen-schuetze-nachts-ueberwaeltigt.html) vergeblich auf ihn ein. In der Nacht wurde er festgenommen und dabei durch Schüsse ins Bein verletzt. Die Hintergründe sind noch unklar.

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## Hanning: Kontrollgremium ordnet Sonderprüfung an

Neu zu unserem [Bericht von gestern](https://www.fingerklopfer.de/de/news/die-lage-am-morgen/1024-rausch-auch-fuer-siegmund-seien-cdu-stimmen-abgesprochen): Das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestags nimmt die Vorwürfe gegen den früheren BND-Präsidenten Hanning „mit größter Besorgnis" zur Kenntnis und hat seinen Ständigen Bevollmächtigten mit einer Ad-hoc-Kontrolle beauftragt, [teilt der Bundestag mit](https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1223378). Sie soll die Umstände aufklären und helfen, „strukturelle und organisatorische Probleme abzustellen". Das Gremium erinnert an seine Bewertung vom Mai 2023: Schon damals hielt es für problematisch, dass Beamte mit nachrichtendienstlichen Kenntnissen ungeprüft Tätigkeiten in der Privatwirtschaft aufnehmen; es bestehe die Gefahr, dass dienstlich erworbene Kenntnisse „autoritären Regimen oder kriminellen Organisationen zur Verfügung gestellt werden". Nach einem Bericht des Spiegel, den der [Deutschlandfunk](https://www.deutschlandfunk.de/kontrollgremium-des-bundestags-fordert-konsequenzen-aus-dem-fall-hanning-110.html) wiedergibt, hatte der BND dem mitbeschuldigten Manfred D. eine nebenberufliche Tätigkeit für Hanning genehmigt; der BND äußert sich nicht. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.

## Rente: Merz rechnet nicht mehr mit Beschluss bis Jahresende

Kanzler Merz geht nicht mehr davon aus, dass der Bundestag die Rentenreform bis Jahresende beschließt; bis dahin strebe er nur den Kabinettsbeschluss an, das Paket solle im Frühjahr stehen. Das meldet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Kanzleramtskreise, wie der [Deutschlandfunk](https://www.deutschlandfunk.de/merz-geht-nicht-von-rentenreform-umsetzung-bis-jahresende-aus-110.html) berichtet. Eigentlich sollte die Reform am 1. Januar in Kraft treten. Ein Gesetzentwurf liegt noch nicht vor, ihn erarbeitet Sozialministerin Bas. Grundlage sind die Empfehlungen einer Expertenkommission, darunter eine Kopplung des Renteneintritts an die Lebenserwartung und eine Kapitalrente; umstritten ist vor allem das Ende der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte.

## Kurz gemeldet

- **Berlin:** Linke, Grüne und SPD haben [Sondierungen](https://www.deutschlandfunk.de/linke-gruene-und-spd-in-berlin-beschliessen-sondierungsgespraeche-110.html) aufgenommen, nach einer gemeinsamen Vereinbarung zum Schutz jüdischen Lebens und zum Umgang mit antisemitischen Vorfällen; heute geht es um den Haushalt.
- **Niedersachsen:** SPD-Fraktionschef Politze ist [zurückgetreten](https://www.deutschlandfunk.de/strafrechtliche-ermittlungen-niedersachsens-spd-fraktionschef-politze-tritt-zurueck-106.html), nachdem der Landtag seine Immunität aufgehoben hatte; die Ermittlungen betreffen den Verkauf des Klinikums Lehrte und hängen mit den Vorwürfen gegen den Berliner SPD-Politiker Krach zusammen. Beide bestreiten sie.
- **Gesundheit:** Krankheiten verursachten 2024 direkte Kosten von 528,5 Milliarden Euro, 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr, im Schnitt 6.330 Euro je Einwohner; mehr als die Hälfte entfiel auf Menschen ab 65 Jahren, meldet das [Statistische Bundesamt](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/10/PD26_359_236.html).

## Termine

- **Freitag, 9. Oktober, 11 Uhr** — Bekanntgabe des Friedensnobelpreises in Oslo.
- **Freitag, 16. Oktober** — Bundesrat, unter anderem Präsidentenwahl und Schutz kritischer Infrastruktur.
- **Montag, 16. November, 10 Uhr** — Bundesverfassungsgericht, Urteil zu Bezugsverträgen für Telekommunikationsdienste.

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*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion.*
