#  Klimaanpassung: Der Bund fördert nicht mehr, das Land hat nichts festgelegt

29. September 2026 // Geschrieben von Redaktion

 ![Rubrikbild Der Tag in der Region: Abendhimmel über einer Stadtsilhouette am Fluss mit Kirche, Burg und Fernsehturm, dazu das Fingerklopfer-Logo](https://www.fingerklopfer.de/media/yootheme/cache/5f/tag_in_der_region-5f7fcdc4.jpg)

**Der Tag in der Region · Dienstag, 29. September 2026**

Der Rhein-Lahn-Kreis und die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau gehören zu neun Kommunen in Rheinland-Pfalz, die noch Geld aus dem Bundesprogramm für Klimaanpassung bekamen. Das Förderfenster ist geschlossen, und das Land hat seine eigenen Vorgaben noch nicht festgelegt. Außerdem: Selters zahlt Jägern 25 Euro je Waschbär, und nach dem Wolf-Beschluss äußern sich Naturschützer und Jäger.

## Neun Kommunen im Land, zwei davon an der Lahn

Das Förderprogramm des Bundes für kommunale Klimaanpassung wurde am 5. August 2025 vorzeitig geschlossen. Aus Rheinland-Pfalz bekamen daraus neun Kommunen Geld, schreibt das Wirtschafts- und Klimaministerium in Mainz in seiner [Antwort auf eine Anfrage der Grünen](https://dokumente.landtag.rlp.de/landtag/drucksachen/725-19.pdf). Darunter sind der **Rhein-Lahn-Kreis mit 225.000 Euro** und die **Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau mit 208.738,72 Euro**. Beide sollen ihr Klimaanpassungskonzept bis zum 30. September 2028 fertigstellen. Das Bundes-Klimaanpassungsgesetz sieht in § 12 Absatz 1 Festlegungen der Länder zu Klimaanpassungskonzepten vor Ort vor. Getroffen hat Rheinland-Pfalz sie in der vergangenen Wahlperiode nicht; die Landesregierung „berät" darüber und über weitere Hilfen für die Kommunen. Der Stand in der Region nach der Übersicht des Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen vom 4. September: Der **Westerwaldkreis** arbeitet an einem Konzept, fertig bis 31. März 2027, mit einer befristeten Stelle dafür. Die **Verbandsgemeinde Montabaur** will bis Ende 2026 fertig sein. In den Verbandsgemeinden **Diez, Selters (Westerwald) und Wirges** kümmert sich jemand um das Thema, aber mit weniger als der Hälfte seiner Arbeitszeit. Was die Kommunen mit dem früheren Landesprogramm KIPKI für die Klimaanpassung umgesetzt haben, weiß das Land nicht: Sie müssen es nicht melden, und die Frist für die Umsetzung läuft bis zum 30. Juni 2027.

## Selters zahlt 25 Euro je Waschbär

Die Gemeindevertretung von Selters (Taunus) hat nach Angaben von Bürgermeister Benjamin Zabel (unabhängig) einstimmig beschlossen, den Jagdpächtern für jeden Waschbären, der in einer zugelassenen Falle gefangen wird, 25 Euro zu zahlen, berichtet die [hessenschau](https://www.hessenschau.de/panorama/invasive-arten-selters-taunus-bietet-kopfgeld-auf-waschbaeren-v2,waschbaeren-kopfgeld-100.html). Die SPD als Antragstellerin rechnet bei 100 Tieren im Jahr mit 2.500 Euro aus dem Forsthaushalt. Nach Angaben des Landesjagdverbandes ist Selters die erste Gemeinde in Hessen mit einer solchen Prämie. Der Verband begrüßt sie, weil die Fallenjagd aufwendig sei. Der Nabu hält die Jagd im Siedlungsraum für wenig wirksam, weil dort 100 bis 300 Waschbären je Quadratkilometer lebten und die Tiere freie Reviere schnell wiederbesiedelten. Der Tierschutzbund setzt auf nicht tödliche Maßnahmen wie Müllsicherung, Kletterschutz an Gebäuden oder Sterilisation. In Hessen wurden im Jagdjahr 2024/25 nach Angaben des Jagdverbandes 41.145 Waschbären erlegt. Seit April gilt für erwachsene Waschbären in Hessen keine Schonzeit mehr; der Schutz von Elterntieren nach dem Bundesjagdgesetz bleibt bestehen.

### Fingerklopfer-Newsletter abonnieren

Recherchen, Vor-Ort-Berichte und neue Artikel direkt per Mail: Mit unserem kostenlosen Newsletter verpasst ihr keine neuen Fingerklopfer-Beiträge.

 [NEWSLETTER ABONNIEREN](https://www.fingerklopfer.de/de/newsletter-anmeldung)

## Wolf: Enttäuschung und Zustimmung

Neu zu unserem [Bericht vom Montag](https://www.fingerklopfer.de/de/news/der-tag-in-der-region/987-lahn-dill-mit-dem-groessten-defizit-aller-hessischen-landkreise): Nach dem Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs, der den Abschuss von Jungwölfen im Lahn-Dill-Kreis erlaubt, haben sich BUND Hessen und die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe „tief enttäuscht" gezeigt. „Da Wolfswelpen keine Nutztiere reißen, wird sich durch den vom Land gewollten Abschuss von Wolfswelpen des ‚Greifensteiner Rudels' nichts an der Problematik im Lahn-Dill-Kreis und im angrenzenden Rheinland-Pfalz ändern", sagte Thomas Norgall vom BUND laut einer Mitteilung, die die [hessenschau](https://www.hessenschau.de/panorama/woelfe-im-lahn-dill-kreis-duerfen-abgeschossen-werden-v3,woelfe-abschuss-102.html) zitiert. Der Landesjagdverband sieht es anders: „Mit dem Urteil hat sich die Vernunft durchgesetzt", sagte Sprecher Markus Stifter. Bei Jungtieren zuerst einzugreifen, sei auch in der Schweiz und in Österreich üblich; ein revierübergreifender Managementplan mit Abschuss von Jungwölfen sei nun erstmals bundesweit gerichtlich bestätigt.

## Kurz gemeldet

- **Pegel Kaub:** −1 Zentimeter um 17:15 Uhr, nach einem Anstieg auf 5 am Tag ([Pegelonline](https://www.pegelonline.wsv.de/gast/stammdaten?pegelnr=25700100), Rohdaten).
- **Hahnstätten:** Nach einem Zeugenhinweis stoppte die Polizei am Montag eine 27-Jährige, die mit [2,32 Promille](https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117710/6361473) Auto fuhr; der Führerschein ist sichergestellt.
- **Solms und Braunfels:** Ein 25-Jähriger auf einem Kleinkraftrad ohne Helm flüchtete in der Nacht zum Dienstag vor einer Kontrolle; nach knapp zehn Minuten [endete die Verfolgung](https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6361600) in Braunfels vor einer Treppe.
- **Wetzlar-Niedergirmes:** Ein Einbrecher brach in einer Kneipe zwei Spielautomaten auf und erbeutete Bargeld im mittleren vierstelligen Bereich.

## Termine

- **Donnerstag, 1. Oktober** — Der Tankrabatt tritt in Kraft.
- **Montag, 5. Oktober, bis Freitag, 16. Oktober** — Sperrung der K 412 in Drommershausen.

---

*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Auswahl, Verdichtung und Formulierung erfolgten maschinell; vor der Veröffentlichung wurde er von einem Redakteur geprüft und freigegeben. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist die Redaktion.*
